Elbphilharmonie Live

10 Jahre Elbphilharmonie! Im neuen Buch »Elbphilharmonie LIVE« warten spannende Geschichten, viele Erinnerungen und interessante Fakten.

Dieser Artikel zeigt Auszüge aus dem Buch »Elbphilharmonie LIVE«. Autor Tom R. Schulz schreibt über die einzigartige Architektur und komplexe Technik des Hauses, über musikalische Gäste aus aller Welt, große Bühnenprojekte, spannende Festivals und die Aufgabe der Elbphilharmonie, ein Haus für alle zu sein. »Elbphilharmonie LIVE« lässt mit beeindruckenden Fotostrecken hinter die Kulissen und in den Maschinenraum des Konzerthauses blicken: Ein faszinierender Bildband, der diese Euphorie vor und auf der Bühne der Elbphilharmonie einfängt, als wäre man live dabei gewesen.

Elbphilharmonie Live

Voll gepackt mit Fakten, Anekdoten und bewegenden Konzerten – das Buch vereint Highlights aus 10 Jahren Elbphilharmonie und Blicke hinter die Kulissen des klingenden Wahrzeichens Hamburgs.

208 Seiten, über 200 Fotos, in Deutsch und Englisch erhältlich

€ 34,50

Blick ins Buch

 © Christoph Hertel
 © Christoph Hertel
 © Christoph Hertel
 © Christoph Hertel
 © Christoph Hertel

Die äußere Hülle

Es stimmt schon: So, wie sie da steht, mit ihrer Schmalseite flussabwärts gerichtet, nach Westen, und gen Osten stetig, aber asymmetrisch an Volumen zulegend, wirkt die Elbphilharmonie wie ein etwas sonderbar konstruiertes Schiff. Schaut man auf ihr schräg ansteigendes, mit weißen, kreisförmigen Lochplatten bedecktes Dach, denkt man eher ans Meer. An eine gedrungene, schäumende Welle, kurz bevor sie sich bricht, wie eingefroren in der Zeit. Die Elbphilharmonie, ein wundersames Gebilde menschlicher Fantasie und Ingenieurskunst, steht mit ihren Füßen im Wasser, steigt von dort in einem Gewand aus Backstein und Glas in beachtliche Höhe und krönt sich mit einer flächendeckenden Anmutung von Gischt. Sie wirkt solide, schillernd, geometrisch klar und doch fluid.

Der Anblick dieses Gebäudes fasziniert die Menschen seit den ersten Entwürfen, die das Basler Architekturbüro Herzog & de Meuron im Frühsommer 2003 in Hamburg vorstellte. Die Bilder zeigten, wie spektakulär der Kaispeicher A, ein prominent auf der Westspitze der entstehenden HafenCity gelegenes Lagerhaus, seiner neuen Bestimmung als Konzerthaus zugeführt werden könnte. Nach neuneinhalb Jahren Bauzeit und allerlei Querelen wurde das ebenso puristische wie maximal markante Gebäude im Herbst 2016 tatsächlich fertig. Seitdem prägt es das Bild von Hamburg in der Welt.

Klare Kante

Wie mit dem Rasiermesser modelliert wirken die Kanten des Gebäudes; auch die Kaimauer mit dem weißen Band, das den besonderen Ort von der Wasserseite aus heraushebt, sieht schneidig aus.

Doppelleben

Aus dem warm beleuchteten Haus dringt eine Menge Innenleben nach außen, gleichzeitig spiegeln sich nahegelegene Häuser und Türme in der Fassade.

Nordostpassage, Hanseatisch

Wie ein eigenwillig geformter Spiegelwürfel scheint die Elbphilharmonie an der Westspitze der HafenCity Wache zu stehen.

Innenleben mit Wirkung

Mitten ins Herz der Sache darf der erste Blick schon gehen, wenn man sich dem Innenleben der Elbphilharmonie nähert. Schließlich ist der Große Saal der eigentliche Daseinsgrund des Gebäudes. Ist es zu hoch gegriffen, ihn ein Kunstwerk zu nennen? Seine Proportionen, die Gestaltung und die verwendeten Materialien machen den Raum jedenfalls unverwechselbar. Wer ihn das erste Mal betritt, spürt sofort: Hier ist alles bis ins Kleinste durchdacht. Dieser Raum atmet, er lässt die Menschen nahe heran an die Musik, er wirkt einladend und großartig, aber auf eine verblüffende, weil selbstbewusst bescheidene Art.

Saal mit Aura

Der Große Saal wurde für bestmöglichen Klang geschaffen. Doch der Raum übt auch, wenn gerade nichts in ihm los ist, eine unwiderstehliche Anziehungskraft aus.

Rein ins Vergnügen

Der Eingang 12/A führt die Konzertgäste nah an der Bühne vorbei in den Saal.

Vom Himmel Hoch

Über der Bühne hängt kopfüber ein pilzförmiges Gebilde, vollgestopft mit Technik, begehbar nur für Eingeweihte: der Reflektor.

Dress Code: Keiner

Wer in die Elbphilharmonie geht, hat in Sachen Kleidung die freie Wahl. Von lässig bis aufgedonnert ist alles vertreten und alles willkommen.

Im Maschinenraum

Faszination Technik: Das Wortpaar klingt ein bisschen abgedroschen, aber es beschreibt perfekt ein Gefühl, dem sich wohl kaum ein Mensch entziehen kann. Auf den folgenden Bildern lässt sich aus der Nähe und in Ruhe betrachten, wie manche der Geräte und Maschinen aussehen, die dafür sorgen, dass der Betrieb des Hauses sicher und störungsfrei funktioniert. Wie man sieht, gönnen sich die entsprechenden Apparate, Einrichtungen und Anlagen in der Elbphilharmonie ziemlich mondäne Auftritte.

1,8 Tonnen High-End-Sound

Der sogenannte Centercluster, die aus dem Reflektor ausfahrbare Anlage über der Bühnenmitte, enthält 18 Lautsprecher.

Fluchtpunkt Kabeltrassen

Auf der Nordseite, im 18. Stockwerk, laufen die Kabeltrassen für die sogenannte RLT, die Raumlufttechnische Anlage des Großen Saals.

Fläche für Niemanden

Die feuerwehrroten Rohre und Ventile gehören zu einer Verteilstation der Sprinkleranlage. Sie hat der Elbphilharmonie in Sachen vorbildlicher Brandschutz schon einen Preis eingebracht.

Der Große Saal, ein Federgewicht

Die rostrote Stahlträger-Konstruktion hält den Großen Saal. Sie ruht rundum auf 360 grauen Eisenformen mit einem schwarzen Gummiband in der Mitte, den sogenannten Federpaketen.

Musikalische Horizonte

Die Fotos lassen uns teilhaben an dem, was den Alltag von Musikerinnen und Musikern bestimmt: spielen, sich auf der Bühne mit allen Sinnen dem hingeben, was ihr Leben ist, die Erleichterung nach dem Konzert genießen. Auch wie sie sich mit dem Raum vertraut machen, sich vorbereiten, innerlich und äußerlich, oder einfach nur warten, bis das Konzert beginnt. Beide Säle üben nachhaltige Wirkung auf die hier auftretenden Musikerinnen und Musiker aus. Die ungewöhnliche Nähe zum Publikum, das ihnen im Großen Saal rundum zusehen kann; Gestalt und Proportionen der Sale; der fantastische Klang, den sie im Zusammenspiel mit den Raumen selbst erzeugen; die besondere energetische Resonanz, die sich hier oft einstellt: All das bringt selbst Weltstars aus ihrer Routine.

Die Bilder zeigen auch, dass in diesem Haus keine Hierarchien unter den musikalischen Genres gelten. Ja, die klassische Musik bildet das Kernangebot der Elbphilharmonie. Aber nicht nur die des Westens und nicht nur die toter Komponisten. Musik aus allen Kulturen der Welt hat hier ein Zuhause, und die der Gegenwart wird mit besonderer Hingabe und Freude präsentiert.

 

Kerngeschäft

Gut und gern 200 Orchesterkonzerte gehen pro Saison über die Bühne des Großen Saals. Hier, in einer Aufnahme aus dem Septemer 2024, ist das NDR Elbphilharmonie Orchbester, Residenzorchester des Hauses, zu sehen.

Alles nur Projektion

Beim »Reflektor André Heller« im März 2024 gibt es eine Woche lang Musik aus vielen Kulturen der Welt, außerdem künstlerische Interventionen in Wort und Bild.In den Foyers wird Malerei von Xenia Hausner auf die schrägen, weißen Wände projiziert.

Ultimative Modenschau

Für ein spektakuläres Ereignis zieht es den Modeschöpfer Karl Lagerfeld, Weltstar aus Paris, in seine Geburtsstadt Hamburg zurück. Die frisch eröffnete Elbphilharmonie findet er so großartig, dass er in ihr seine »Métiers d’Arts«-Show ausrichtet.

Gespannt wie eine feder, und federleicht

Eine der faszinierendsten Orchesterchefinnen ist Mirga Gražinytė-Tyla aus Vilnius. Fünf Jahre lang leitete sie das City of Birmingham Symphony Orchestra, das sie auch hier dirigiert.

Gott ist im Tanz

Zwei Tänzer und musizierende Brüder im Geiste der Gruppe Noureddine Khourchid & Die tanzenden Derwische aus Damaskus.

Der Countdown läuft

Das Mikrofon hält sie schon in der Hand, gleich geht es raus auf die Bühne. Angélique Kidjo, die große Pop-Stimme Afrikas, backstage, in einem Moment der Stille.

Mediathek : Weitere Beiträge

Creator in Residence 2026/27

Mit Clare Yeo, Lovie und Rickie Ho beleuchten gleich drei Creator in Residence in der Jubiläums-Saison die Elbphilharmonie aus unterschiedlichen Perspektiven.

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: Elbphilharmonie Sessions: Anna Lapwood – Vol. I

Die junge Star-Organistin erfüllt den Großen Saal mit Ludovico Einaudis »Experience«.

Saisoneröffnung
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Video on Demand vom 1.9.2026 : Saisoneröffnung

Gemeinsam mit dem Star-Pianisten Alexandre Kantorow eröffnet das Pittsburgh Symphony Orchestra die Jubiläumssaison und spielt das Erste Klavierkonzert von Brahms und Schostakowitschs Fünfte Sinfonie.