Das Familienorchester – eine musikalische Großfamilie

In dem Elbphilharmonie-Ensemble kommen Musiker aller Generationen zusammen.

»Mama, hoffentlich ist bald wieder Dienstag!« So heißt es neuerdings im Hause Schultz. Denn Lotta, Emil und Greta freuen sich auf die allwöchentliche Probe des Elbphilharmonie Familienorchesters, in dem sie seit der Gründung mitspielen. An Geige, Cello und Klarinette und ausgestattet mit viel Motivation tragen sie zusammen mit ihrer Mutter Eva dazu bei, jeden Dienstag einen einzigartigen Klangkörper zu formen.

Das Familienorchester stellt sich vor

Familienorchester
Familienorchester © Claudia Höhne

Ein Orchester für die ganze Familie

Das Familienorchester ist nicht nur einfach ein Ensemble von vielen in der Hamburger Laienorchester-Landschaft – es bringt Generationen zusammen: Kinder, Eltern, Omas und Opas, Onkel und Tanten. Das älteste Mitglied ist Mitte 70, das jüngste ein achtjähriges Kind an der Geige. Und selbst wer alleine kommt, fühlt sich gut aufgehoben, denn hier steht vor allem die Freude an der Gemeinschaft im Vordergrund. Die Werke sind extra so arrangiert, dass sie für alle spielbar sind – dafür sorgt der »Haus-Arrangeur« Christoph Kalz.

»Das ist ein unglaublicher Geist hier. Jeder gibt sein letztes Hemd.«

Dirigentin Christine Philippsen

Die Dirigentin: Christine Philippsen

»Die ist sooo nett!«

»Das Besondere am Familienorchester? Viele kleine Familien bilden eine große.«

Eine junge Teilnehmerin

Geprobt werden muss natürlich trotzdem. Dafür steht Christine Philippsen von der Staatlichen Jungendmusikschule Hamburg als Dirigentin und künstlerische Leiterin vorne am Pult. Sie bringt die Musiker unterschiedlicher Altersgruppen und spieltechnischer Fähigkeiten souverän und locker zusammen, was nicht nur bei den Schultzens gut ankommt: »Mama, die Dirigentin ist sooo nett!«

Die Früchte der wochenlangen Probenarbeit kann das Publikum jedes Jahr beim krönenden Saison-Abschlusskonzert im Kleinen Saal der Elbphilharmonie bestaunen. Für viele ein ganz besonderes Highlight: »Ich kann das gar nicht fassen, dass ich so eine Musik mit dem Orchester spielen kann. Sonst machen das doch nur Berufsmusiker!«, hört man da zum Beispiel. Und sogar einen Satz, der unter Berufsmusikern Seltenheitswert haben dürfte: »Mama, warum ist eigentlich nur einmal die Woche Probe?«

»Richtig Glück hab ich hier« – Probeneindrücke

Familienorchester
Familienorchester © Claudia Höhne

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