Zum Inhalt springen

Blog & Streams

WM 2018: Die musikalische Gegneranalyse

Die Nationalhymnen der deutschen Vorrundengegner im Check – live aus der Elbphilharmonie-Arena.

Ohne Vorrunde kein Finale – das weiß auch die deutsche Nationalelf, die in der WM-Gruppenphase auf die Teams aus Mexiko, Schweden und Südkorea trifft. Doch an der Vorbereitung soll’s nicht scheitern. Das Expertenteam der Elbphilharmonie steuert eine musikalische Gegneranalyse bei, wie sie Jogis Elf noch nicht gehört hat. Es spielen und kommentieren in Echtzeit: Thomas Cornelius an der Orgel, Clemens Matuschek am Mikrofon.

Mit Brechstange und Blutgrätsche: Mexiko

Schon in Takt fünf das erste Frustfoul – ganz klar, die Mexikaner kommen über den Kampf ins Spiel.

Eine abwärtsrutschende Blutgrätsche, und dann tritt er auch noch nach – entsetzlich, Sportsfreunde!

Clemens Matuschek

Solide Kunst: Schweden

Klare Linien, gerade Pässe – die Schweden pflegen ein eher bodenständiges Spiel. Kein Wunder, denn bei ihrer Hymne »Du gamla, du fria« (Du alter, Du freier Norden) handelt es sich um ein altes Volkslied.

Hin und wieder gibts ein paar Trikotzupfer in Form aggressiver harmonischer Vorhalte. Die lösen sich aber auf, sobald der Schiri genauer hinschaut.

Clemens Matuschek

Blasses Kabinettstückchen: Südkorea

Diese Hymne kommt ziemlich schwerfällig daher – bis sie mit einem eleganten Übersteiger am Gegner vorbezieht. Dennoch sind sich die Experten einig: zu pomadig, zu vorhersehbar.

Fazit: Machbar!

Die Analyse zeigt: So unterschiedlich ihre Hymnen, so unterschiedlich ist auch die Taktik der deutschen Vorrundengegner. Für unsere Elf heißt das: Wachsam sein und vorm Anpfiff gut zuhören. Dann kann wirklich nichts schiefgehen.

Viel zu wenig Tempo und Druck gegen den Ball – kein Problem für Jogis Team.

Thomas Cornelius

Elbphilharmonie WM-Playlist

Wen jetzt das Nationalhymnen-Fieber gepackt hat, der kann sich in unserer Youtube-Playlist nochmal die drei kompletten Hymnen und Analysen anhören.

Weitere Artikel