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Tschechische Küche

Die Musiker des Festivals »Czech it out!« verraten ihre Lieblingsgerichte zum Nachkochen.

Bei »Czech it out!« dreht sich in der Elbphilharmonie vom 17. bis 26. Februar alles um tschechische Musik. Dass das Land auch kulinarisch einiges zu bieten hat, weiß das Prager Bennewitz Quartet am besten. Bevor die vier Musiker am 24. und 26. Februar in der Elbphilharmonie zu Gast sind, haben sie uns ihre Leibgerichte verraten – dobrou chuť!

Spielt gut, isst gut: Das Bennewitz Quartet aus Prag
Spielt gut, isst gut: Das Bennewitz Quartet aus Prag © Kamil Ghais

Bennewitz Quartet: Top 3 Rezepte

Rustikal, gut bürgerlich und vor allem eines: üppig – so lässt sich die traditionelle tschechische Küche beschreiben. Auch Jakub Fišer, Štěpán Ježek, Jiří Pinkas und Štěpán Doležal vom Prager Bennewitz Quartet mögen’s deftig.

Vepřo-knedlo-zelo

Auf der Bühne zu Höhenflügen neigend, sind die Musiker des Bennewitz Quartet beim Essen ganz bodenständig: Ihr Favorit ist Vepřo-knedlo-zelo, übersetzt so viel wie »Schweinefleisch-Knödel-Kraut«, das Nationalgericht der tschechischen Küche.

Und so geht’s:

1 kg Schweinenacken, -schulter oder -bauch salzen und mit Knoblauch und Kümmel einreiben. In einem Topf eine gehackte Zwiebeln anbraten, mit 2 Zehen Knoblauch, einer Möhre, etwas Sellerie, einem halben Bund Petersilie, Lorbeerblättern, Pfeffer, Salz, Kümmel und Brühe vermengen und für zwei Stunden im Backofen garen. Zwischendurch nach Bedarf Wasser nachgießen.

Für die Knödel 1 kg Kartoffeln kochen, mit einem Stampfer zu Brei verarbeiten. Leicht abkühlen lassen, 100 g Mehl, 100 g Stärke und 2 Eier hinzufügen, mit Salz abschmecken. Mit nassen Händen Knödel formen und ca. 10 Minuten in Salzwasser sieden lassen.

Für das Sauerkraut zwei Zwiebeln kleinschneiden und glasig braten. Sauerkraut hinzugeben, nach Belieben würzen (z.B. mit Wacholderbeeren, Lorbeerblättern, Salz und Pfeffer) und 20 Minuten köcheln. Das Fleisch aus dem Backofen nehmen, die Sauce mit Saucenbinder andicken und mit Kartoffelknödeln, Fleisch und Sauerkraut anrichten.

Svíčková na smetaně

Ein tschechischer Klassiker ist auch das nächste Lieblingsgericht des Quartetts: Lendenbraten in Sahnesauce. Laut einem alten Sprichwort darf ein Mädchen nicht heiraten, bevor es nicht Svíčková zubereiten kann.

Und so wird’s gemacht:

750 g Rinderlende kurz in einer tiefen Pfanne anbraten. 50g Karotten, 150g Sellerie, 75g Petersilienwurzel, einen Sellerie und eine größere Zwiebel kleinschneiden, zum Fleisch geben und würzen (beispielsweise mit Lorbeer, Thymian, Gemüsebrühe, Pfeffer und Salz). Im Backofen zwei Stunden langsam garen.

Anschließend das Fleisch herausnehmen und in Scheiben schneiden. Zum Gemüse wahlweise Crème fraîche oder Sahne geben und pürieren, nach Geschmack nachwürzen.

Fleisch vorsichtig in die Sauce legen, mit einem Teelöffel Cranberries und etwas Schlagsahne garnieren. Schmeckt am besten mit Semmelknödeln!

Bramborák

Wenn die Zeit mal drängt, gibt es beim Bennewitz Quartet herzhafte Bramboráky. Die tschechischen Kartoffelpuffer kann man je nach Gusto variieren, zum Beispiel mit Gemüse und Kräutern.

Und so gelingt’s:

1 kg geriebene Kartoffeln mit 2 Eiern, 4-5 EL Mehl, 2 Zehen Knoblauch, ca. einem TL Majoran, einem TL Salz und etwas Pfeffer mischen. Nach Belieben etwas Milch hinzufügen. Öl in der Pfanne erhitzen, Masse portionsweise flach drücken und die Puffer goldbraun braten.

Tipp: Sofort essen – frisch sind sie am knusprigsten!

Bildnachweis:
Titelbild © Eating Prague Tours
Bild »Vepřo-knedlo-zelo« © flickr_mpolla
Bild »Svíčková na smetaně« © www.snedeno.cz
Bild »Bramborák« © pxhere.com/en/photo/439498

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