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The Art of Music Education 2018

Beim Symposium im Körber Forum und der Elbphilharmonie diskutierten internationale ExpertInnen über die wichtigsten Themen der Musikvermittlung.

Worin liegen akuell die größten Herausforderungen in der Musik- und Kulturvermittlung? Wie kann Kultur verbinden? Und welche gesellschaftliche Verantwortung haben Kulturinstitutionen? Über diese und weitere Fragen wurde vom 14. bis zum 16. Februar beim Symposium »The Art of Music Education« diskutiert.

Zum Thema »Discovering Cultural Relations - Music Institutes in Multi-Diverse Urban Societies« versammelten sich internationale Experten im Körber-Forum und der Elbphilharmonie. 

The Art of Music Education 2018
The Art of Music Education 2018 © Claudia Höhne

Zusammen mit anderen Kolleginnen habe ich in einem Panel über diversitätssensible Öffnung von Kulturbetrieben gesprochen. Insgesamt war das Symposium sehr gut besetzt, es gab viele spannende, internationale Gäste.

Naciye Demirbilek, W3 - Werkstatt für internationale Kultur und Politik in Altona

Neue Rolle der IntendantInnen

Zum Stellenwert der Konzerthäuser in einer sogenannten multidiversen Gesellschaft kamen inspirierende Impulse von dem weltweit tätigen britischen Stadtkurator Charles ​Landry und einer hochkarätig besetzten Runde von Intendantinnen und Intendanten aus London, Paris, Rotterdam, Wien und Hamburg. Dabei wurde deutlich, dass das Selbstverständnis moderner Konzerthaus-Intendanz sich gewandelt hat. Neben der künstlerischen Programmgestaltung wird die Moderatorenrolle der Intendanten als Mittler, Ermöglicher und Organisatoren zwischen den vielen Erwartungen und Ansprüchen der Stadtgesellschaft immer wichtiger.

The Art of Music Education 2018
The Art of Music Education 2018 © Claudia Höhne

Gleichzeitig darf das zunehmend diversifizierte Angebot die angestammte Klientel der Klassik-Kenner und -Liebhaber nicht verprellen. 

The Art of Music Education 2018
The Art of Music Education 2018 © Claudia Höhne

Interkulturelle Offenheit

Konzerte im Körber Forum und im Kleinen Saal der Elbphilharmonie unterstrichen die Bedeutung interkultureller Offenheit. Der Respekt unter den Mitwirkenden beim Programm »Von St. Pauli bis Burkina Faso« - Ensemble Resonanz (Hamburg), Derya Yilderim (Berlin), Patrick Kabré (Burkina Faso), Sven Kacirek (Hamburg) - vor der Musik ihrer unterscheidlichen Kulturen zwischen europäischem Barock, afrikanischem Griot und türkischer Musik war mit Händen zu greifen.

The Art of Music Education
The Art of Music Education © Claudia Höhne

Der Austausch mit den europäischen Kollegen war sehr aufregend. Und dieses bayrisch-afrikanisch-türkische Zusammenspiel im Konzert: großartig! Wir brauchen diese frohe, verrückte Musik in unserer Welt.

Robin Lindeberg, Helsinki Music Centre

Belebende Tradition

Der Schlüssel liegt nicht in einer Verwischung der Grenzen zwischen den einzelnen Musiksprachen, sondern in der Offenheit und Liebe, mit der die Musiker sich auf das Idiom der anderen einlassen - und sei es auch mal nur als auf der Bühne sichtbare empathische Zuhörer. Die Unterbiberger Hofmusik aus Bayern zeigte beispielhaft, dass und wie ein transkulturelles Volksmusik-Verständnis auch die eigenen Traditionen beleben kann.

The Art of Music Education 2018
The Art of Music Education 2018 © Claudia Höhne

Text: Tom R. Schulz

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