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Made in Hamburg: Pop-Up-Konzert der Haspa Musik Stiftung

Auf der mobilen Livebühne sorgten the other shi, Leroy Menace und Julia Vej am 29. September für gute Laune und gute Musik vor der Elbphilharmonie.

Binnen kurzer Zeit hat sich die Reihe »Made in Hamburg« in der Elbphilharmonie zu einem absoluten Publikumsliebling entwickelt. Im Kleinen Saal bietet sie Hamburger Nachwuchskünstlern eine Plattform und bildet die große Bandbreite der Popmusikszene ab.

Einen kleinen Vorgeschmack gab das »Made in Hamburg« Pop-Up-Konzert am 29. September auf dem Vorplatz der Elbphilharmonie. Die Haspa Musik Stiftung hatte hierfür ihren mobilen Van als Bühne zur Verfügung gestellt. Headliner war die Band the other shi, die am 1. Oktober auch die »Made in Hamburg«-Reihe im Kleinen Saal eröffnete. Vorab unterhielten das Publikum des kostenlosen Open-Air-Events außerdem die Singer-Songwriterin Julia Vej und der Hamburger Rapper Leroy Menace .

Pop-Up Konzert / Haspa Musik Stiftung

Julia Vej

Eröffnet wurde der Nachmittag von der Hamburger Singer-Songwriterin Julia Vej, die in ihren deutschen Texten mal ernste, mal humorvolle Geschichten von der Liebe und vom täglichen Leben erzählt und dazu Melodien findet, die einem noch lange im Ohr bleiben.

Musik macht die klassisch ausgebildete Geigerin und Kulturmanagerin schon lange, begann aber erst vor ein paar Jahren, eigene Songs zu schreiben und ist seitdem auf den Songwriter-Bühnen in Norddeutschland unterwegs. 2017 wurde sie mit der Komposition des Songs »Zu Hause« für den Kurzfilm »Aloha« (Regie: Charlotte Rolfes) beauftragt; im April 2018 erschien ihre per Crowdfunding finanzierte erste EP »Funken«.

Julia Vej / Julian Trempel
Julia Vej / Julian Trempel © Daniel Dittus

Leroy Menace

Dass Hamburg auch englischsprachigen Rap kann, beweist Leroy Menace, der sich bereits eine Fanbase in den USA und Kanada aufgebaut hat. Aber auch in Deutschland funktioniert das – so hatte er beim Pop-Up-Konzert auch seine Hamburger Fans dabei und unterhielt das Publikum mit lockeren Sprüchen und professionellen Entertainment-Qualitäten. Vor allem aber überzeugte er mit seiner Musik, bei der er mit seiner weichen Stimme über raffinierte Samples und Beats rappt, für die DJ Saint One sorgte. Im Juli erschien seine neue EP »Moon Islands«, außerdem ist er diesjähriger Preisträger des Krach+Getöse Musikerpreises.

Leroy Menace / DJ Saint One
Leroy Menace / DJ Saint One © Daniel Dittus

the other shi

Schließlich sorgten die Headliner the other shi wenige Tage vor ihrem Auftritt im Kleinen Saal schon mal vor der Elbphilharmonie für Aufmerksamkeit. Die Band war 2017 Gewinner des Musikpreises Krach+Getöse und ist seither national und international auf zahlreichen Festivals vertreten. Der Bandname the other shi leitet sich aus dem chinesische Schriftzeichen »shi« ab, das unter anderem »ja«, »(so) sein«, »wirklich« oder »richtig« bedeuten kann.

Mindestens genauso viele Facetten finden sich in der Musik des Duos, bestehend aus der Multi-Artistin und Sängerin Alisa Tsybina und dem Soundarchitekten und Theatermusikproduzenten Gordian Gleiß. Ihre eigene Musik bezeichnen sie als »kleine, sonderbare Juwelen aus aggressiv-melancholischem Synthpop«. Und auf ihrer aktuellen EP »Bodylotion« präsentieren sie Songs, die unangestrengt cool und eingängig daherkommen, mal unbefangen-naiv, mal melancholisch.

the other shi
the other shi © Daniel Dittus

Die Reihe »Made in Hamburg«

Die Reihe »Made in Hamburg« präsentiert im Kleinen Saal der Elbphilharmonie Hamburger Bands und Künstler, die auf professionellem Niveau Musik machen, aber noch am Anfang ihrer Karriere stehen. An der Auswahl der aktuell spannendsten Künstler beteiligt sich der Verein RockCity Hamburg, um die ganze Bandbreite der Hamburger Popmusik zu präsentieren. Gemeinsam mit der Haspa Musik Stiftung organisiert der Verein außerdem den Musikerpreis Krach+Getöse.

Die Haspa Musik Stiftung

Die Haspa Musik Stiftung unterstützt in Hamburg zahlreiche Projekte, in denen es vor allem darum geht, Kinder und Jugendliche auf ihrem musikalischen Weg zu fördern. In der Elbphilharmonie ist sie beispielsweise Partner der Schulkonzerte, die in der vergangenen Saison etwa 20.000 Schüler besucht haben. Mehr zur Stiftung

Der Van der Stiftung wurde Anfang des Jahres aus Anlass des 10. Geburtstags der Stiftung zur mobilen Livebühne ausgebaut und war seitdem schon an vielen Orten in der Stadt mit verschiedenen Acts unterwegs.

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