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Iveta Apkalna: Erste Orgel-CD aus der Elbphilharmonie

Unter dem Titel »Light & Dark« veröffentlicht Iveta Apkalna eine Welterstaufnahme an der Elbphilharmonie-Orgel.

Seit der Elbphilharmonie Eröffnung im Januar 2017 hat die Orgel im Großen Saal schon zahlreiche Besucher in ihren Bann gezogen. Von ihrem Klang, der sich majestätisch im gesamten Saal ausbreitet und an jedem Platz nicht nur zu hören, sondern auch zu spüren ist, bleibt kaum jemand unberührt.

Die Titularorganistin der Elbphilharmonie, Iveta Apkalna, veröffentlicht am 7. September 2018 nun die Welterstaufnahme eines Solo-Orgelprogramms. Light & Dark heißt die CD, die bei Berlin Classics erscheint und auf der Apkalna mit einer Reihe spannender zeitgenössischer Werke die enorme klangliche Bandbreite der Elbphilharmonie-Orgel zeigt.

Iveta Apkalna: Light & Dark

  • VÖ: 7.9.2018
  • Label: Berlin Classics
  • Werke von Gubaidulina, Kalējs, Garūta, Janáček, Ligeti, Schostakowitsch, Escaich
  • Solistin: Iveta Apkalna (Orgel)

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Iveta Apkalna: Light & Dark
© Iveta Apkalna: Light & Dark

Trailer: Light & Dark / Berlin Classics

Iveta Apkalna

Foto: Peter Hundert

Das moderne Repertoire scheint sowohl der Organistin als auch dem Instrument auf den Leib geschrieben. Im Zentrum steht Sofia Gubaidulinas »Hell und Dunkel« – ein Werk voller Extreme, das beim Zuhören in jede Faser des Körpers dringt und nach dem die CD benannt wurde. Außerdem sind zwei Komponisten, Aivars Kalējs und Lūcija Garūta, aus der lettischen Heimat der Organistin vertreten, die als »tonale, romantische Inseln« auf dieser CD fungieren, wie Apkalna selbst sagt. Werke von Leoš Janáček, György Ligeti, Dmitri Schostakowitsch und Thierry Escaich, runden das Klangerlebnis dieser Aufnahme ab.

Christoph Lieben-Seutter / Iveta Apkalna
Christoph Lieben-Seutter / Iveta Apkalna © Claudia Höhne

Der ganze Aufbau der CD ist auch als eine Geschichte gedacht, mit Höhen und Tiefen, mit Kontrasten – wie die Weiße Haut des Saals und der schwarze Orgelspieltisch. Deshalb steht auch das Werk von Sofia Gubaidulina ganz in der Mitte des Programms.

Iveta Apkalna

Diese Orgel spürt man im ganzen Körper.

Iveta Apkalna

Die Orgel der Elbphilharmonie

  • Gewicht: 25 Tonnen
  • Größe: 15x15 Meter
  • Anzahl der Pfeifen: 4765
  • Dauer der Fertigung: 25.000 Arbeitsstunden

Die »Königin der Instrumente«

Die Orgel der Elbphilharmonie wurde von der Bonner Firma Klais gebaut und ist ein absolutes Meisterwerk. 45 Orgelbauer haben sie in 25.000 Arbeitsstunden gefertigt, sie wiegt 25 Tonnen und ist insgesamt 15 mal 15 Meter groß. Ihre 4.765 Pfeifen, deren Längen von gerade einmal elf Millimetern bis zu zehn Metern reichen, erstrecken sich über fünf Publikumsränge.

In diesem Bereich wurde die Struktur der sogenannten Weißen Haut (der akustischen Oberflächenstruktur) des Saals bewusst offen gehalten, so dass die Besucher ins Innere der Orgel sehen können – Orgel und Architektur spielen hier perfekt zusammen. Einige der Pfeifen wurden so beschichtet, dass das Publikum sie sogar anfassen kann. Drei Monate dauerte der Aufbau der Orgel und als alle Pfeifen am rechten Platz standen und funktionierten, musste jede einzelne Pfeife noch einmal überprüft und ihr Klang in Millimeterarbeit exakt auf den Raum eingestellt werden.

Diese Orgel ist warm und rund, mit vielen schönen Grundtönen, die von überall und aus der Tiefe kommen.

Iveta Apkalna

Foto: Peter Hundert

Iveta Apkalna: Titularorganistin der Elbphilharmonie

Iveta Apkalna ist eine der bekanntesten Organistinnen der Welt und kennt die Orgel der Elbphilharmonie als Titularorganistin wie kein anderer Musiker. Die Lettin ist weltweit in den bedeutendsten Konzerthäusern und Kirchen zu Gast und hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Glanz der Orgel vermehrt auch im Konzertsaal erstrahlen zu lassen. Iveta Apkalna ist Kulturbotschafterin Lettlands und widmet dieses Album ihrem Heimatland, das in diesem Jahr seinen 100. Geburtstag feiert.

Die Aufnahme »Iveta Apkalna – Light & Dark« ist eine Koproduktion mit der Elbphilharmonie Hamburg.

Weitere Informationen zur Veröffentlichung unter diesem Link.

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