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Erklärt: Das Bajan

Der russische Künstler Aydar Gaynullin stellt sein Instrument vor.

Elbphilharmonie erklärt: Bajan

Aydar Gaynullin

mit Aydar Gaynullin

Name: Bajan

Herkunft: Ursprünge in China

Instrumentenfamilie: Handzuginstrumente, Harmonika mit Balg

Funktions- und Spielweise: Das Bajan ist die in Russland und Osteuropa verbreitete Schwester des Akkordeons. Während das im deutschsprachigen Raum bekannte Akkordeon über Tasten und Knöpfe verfügt, ist das Bajan ein reines Knopfakkordeon. Bedient wird es über Knopfleisten auf beiden Seiten: rechts lassen sich Klangfarben wie »Orgel« oder extrem hohe oder tiefe Register ansteuern, links spielt man die Begleitung.

Die Töne selbst entstehen wie beim Akkordeon erst mithilfe eines Luftstroms. Dieser entsteht beim Drücken und Ziehen eines Balgs, welches sich in der Mitte befindet. Der dabei entstehende Wind strömt durch Luftkammern und bringt sogenannte Stimmzungen zum Schwingen. So entsteht der Ton.

Entwicklungsgeschichte: Das Prinzip des Bajans, die freischwingenden Zungen, stammt ursprünglich aus China und Japan. Dort spielte man schon vor dreitausend Jahren auf Mundorgeln, »Sheng« oder »Sho« genannt. In den Westen kamen diese Instrumente gegen Ende des 18. Jahrhunderts auf und wurden schließlich mit einem Faltenbalg und Basstasten versehen. Vorläufer des Bajans wurden vermutlich schon in den 1870er Jahren in Russland entwickelt. Seinen Namen erhielt es aber erst später, wahrscheinlich durch den russischen Instrumentenmacher Peter J. Sterligow.

Unnützes Wissen: Das Bajan hat einige Spezialeffekte auf Lager, zum Beispiel Luftknöpfe, mit denen man den Klang von Wind nachahmen kann.

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