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Video on demand vom 21.01.2019

Ein russisches Repertoire

Strawinsky und Schostakowitsch: Die Münchner Philharmoniker unter Valery Gergiev.

Video verfügbar bis 21.02.2020

Valery Gergiev leitet seit 2015 die Münchner Philharmoniker und gehört zu den meistgebuchten Dirigenten auf internationalen Bühnen. Als jahrzehntelanger künstlerischer Leiter und Intendant des legendären Mariinsky-Theaters in Sankt Petersburg liegt ihm das russische Repertoire besonders am Herzen. In der zweiten Konzerthälfte erklingt Dmitri Schostakowitschs monumental besetzte Vierte Sinfonie.

Vorher spielen die Münchner zwei eher selten gehörte Werke: Bei Strawinskys »Chant funèbre« ist das kein Wunder, galt das Werk seit seiner Uraufführung 1909 als verschollen. Erst 2015 wurde es im Sankt Petersburger Konservatorium wiederentdeckt. Gergiev stellte das düstere spätromantische Werk der Öffentlichkeit vor.

Russische Komponisten wie Rimski-Korsakow und seine Zeitgenossen wie Tschaikowsky und Strawinsky hatten es oft schwer. Gefielen dem Regime ihre Werke nicht, wurden sie zensiert. Rimski-Korsakows vorletzte Oper mit dem langen Titel »Die Legende von der unsichtbaren Stadt Kitesch und der Jungfrau Fewronija« kam hingegen gut an: In ihr verbinden sich historische Elemente wie der Tatareneinfall im 13. Jahrhundert und Märchen.

Laut einer Sage entzieht sich die mystische Stadt Kitesch im Falle eines Angriffs den Blicken und ist nur noch als Spiegelung im Wasser erkennbar. Im zweiten Handlungsstrang gesellt sich die Liebesgeschichte zwischen der Jungfrau Fewronija und einem Prinzen dazu – farbenprächtig manifestiert sich hier Rimski-Korsakows Bühnenkunst als der Höhepunkt seines Schaffens.

Besetzung

Münchner Philharmoniker

Dirigent Valery Gergiev

Programm

Igor Strawinsky
Chant funèbre op. 5

Nikolai Rimski-Korsakow
Suite aus »Die Legende von der unsichtbaren Stadt Kitesch und der Jungfrau Fewronija«

- Pause -

Dmitri Schostakowitsch
Sinfonie Nr. 4 c-Moll op. 43

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