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Thomas Quasthoff / Stimmwelten

Foto: kasskara/ dg


Fünf Konzerte in der Laeiszhalle, ein Konzert in St. Michaelis.

Auch wenn ihn die Instrumentalisten dafür prügeln mögen, aber die menschliche Stimme halte er für das farbenreichste aller Instrumente. So sagte einmal Thomas Quasthoff mit Lust zur Provokation. Keine Sorge, allzu heftige Einwände seitens Streicher, Bläser und Kollegen sind schon deshalb nicht zu erwarten, weil der deutsche Bassbariton selbst immer wieder beweist, dass (zumindest) er tatsächlich über unerschöpfliche vokale Gestaltungsmittel verfügt. Natürlich, Quasthoff besticht auch mit rein stimmlicher Brillanz, aber vor allem mit einem Ausdrucksspektrum, dem nichts Menschliches fremd ist. Wo andere Interpreten bequem auf dem Mittelweg des Schöngesangs dahintrotten, sucht hier einer unternehmungslustig die emotionalen Abgründe und Gipfel auf. Sein Abenteuergeist hat den gebürtigen Hildesheimer nicht nur an die internationale Spitze seines Fachs, sondern auch über mancherlei musikalische Grenze geführt. Denn das »Quasthoff-Fach« ist nicht die typische Klassik-Schublade, wie der Künstler betont: »Klassik darf nicht so sockelmäßig stattfinden. Man muss zum Punkt der Unterhaltung zurück. Heißt denn Liederabend: Bedrückt gucken und beseelt nachhause schweben? Wir sind Unterhalter, verdammt noch mal. Sammy Davis Jr. oder Jerry Lewis haben das 50 oder 60 Jahre getan. Soll auch Spaß machen.« Seine einmalige Vielseitigkeit zeigt Thomas Quasthoff nun in einem sechsteiligen Projekt, das durch einen Meisterkurs an der Musikhochschule abgerundet wird. Neben Hommagen an die Großmeister der deutschen Romantik, von Brahms' Liederzyklus »Die schöne Magelone« über Schumanns »spanische« Vokalquartette bis zu Mendelssohns Oratorium »Elias«, ist dabei auch der Entertainer Quasthoff zu erleben - mit amerikanischen Songs und deutschen Volksliedern. »Bedrückt gucken« ist nicht in diesem Zyklus, aber »beseelt nach Hause schweben« könnte klappen ...

Leider ist dieses Abonnement nicht mehr in seinem ursprünglichen Angebot mit sechs Konzerten erhältlich. Wir bieten Ihnen aber auf dieser Website auch eine reduzierte Version mit vier Konzerten an. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an unsere Mitarbeiter im Elbphilharmonie Kulturcafé (Tel.: 040 - 357 666 66).


 

Die Konzerte der Reihe

07.10.09

Brigitte Fassbaender • Thomas Quasthoff • Helmut Deutsch

Die schöne Magelone

Mi, 20:00 / Laeiszhalle Hamburg / Großer Saal / Elbphilharmonie Konzerte

Johannes Brahms: Die schöne Magelone / 15 Romanzen aus Ludwig Tiecks Erzählung op. 33
Aus »Die Wundersame Liebesgeschichte der schönen Magelone und des Grafen Peter aus der Provence«
***
Zugabe:
Johannes Brahms: Unüberwindlich op. 72/5
Johannes Brahms: Trennung op. 97/6 «Da unten im Tal»

31.10.09

Röschmann • Kirchschlager • Bostridge • Quasthoff

Hommage à Schumann

Sa, 20:00 / Laeiszhalle Hamburg / Großer Saal / Elbphilharmonie Konzerte


Robert Schumann: Spanisches Liederspiel op. 74
Robert Schumann: Minnespiel op. 101 nach Gedichten von Friedrich Rückert
Robert Schumann: Spanische Liebeslieder op.138
***
Zugabe:
Robert Schumann: Wenn ich ein Vöglein wär op. 43/1 (Drei zweistimmige Lieder)
Robert Schumann: Er und sie op. 78/2 (Vier Duette)
Robert Schumann: Herbstlied op. 43/2 (Drei zweistimmige Lieder) «Das Laub fällt von den Bäumen»
Robert Schumann: Liebhabers Ständchen op. 34/2 (Vier Duette)

07.11.09

Mendelssohn Bartholdy: Elias

Isokoski • Fink • Güra • Quasthoff • Schoener

Sa, 18:00 / Hauptkirche St. Michaelis / Elbphilharmonie Konzerte, St. Michaelis Musik - Gemeinnützige GmbH.

Felix Mendelssohn Bartholdy: Elias / Oratorium nach Worten des Alten Testaments op. 70

25.01.10

Philharmoniker Hamburg • Johan Reuter • Simone Young

5. Philharmonisches Konzert / Quasthoff: Stimmwelten

Mo, 20:00 / Laeiszhalle Hamburg / Großer Saal / Elbphilharmonie Konzerte, Philharmoniker Hamburg

Thomas Quasthoff muss seine Mitwirkung in den Philharmonischen Konzerten am 24. und 25. Januar 2010 aus familiären Gründen bedauerlicherweise absagen. Der dänische Bassbariton Johan Reuter wiird an seiner Stelle »Vier Präludien und Ernste Gesänge« von Johannes Brahms/Detlev Glanert interpretieren.

Johannes Brahms: Tragische Ouvertüre d-Moll op. 81
Johannes Brahms, Detlev Glanert: Vier Präludien und Ernste Gesänge
***
Anton Bruckner: Symphonie Nr. 1 c-Moll (Linzer Fassung)

24.02.10

Thomas Quasthoff: »Tell it like it is«

Soul & Jazz

Mi, 20:00 - ca. 22:30 Uhr / Laeiszhalle Hamburg / Großer Saal / Elbphilharmonie Konzerte

Soul- und Jazz-Standards der 70-er Jahre

02.06.10

Winkler • Raabe • Quasthoff • Samel

Die Gedanken sind frei

Mi, 20:00 - ca. 21:15 Uhr / Laeiszhalle Hamburg / Großer Saal / Elbphilharmonie Konzerte

Ein Abend mit Volksliedern