Geschichte
Mehr Musik für Hamburg!
Die Anfänge seit 1990
Es begann 1990 mit der Instrumentensammlung von Professor Gerd Albrecht, Generalmusikdirektor der Oper und des Philharmonischen Orchesters von 1988 bis 1997. Die wertvollen Instrumente aus dem Museum für Kunst und Gewerbe sollten ein eigenes Instrumentenhaus bekommen und weil die öffentlichen Mittel dafür fehlten, gründete sich durch Professor Ruzicka, Manhard Gerber, Professor Albrecht und Dr. Jochen Stachow eine Unterstützer-Initiative: Der Verein »Förderung des Instrumentenhauses e. V.« Das war vor mehr als zwanzig Jahren. Ein Instrumentenhaus ist nie gebaut worden, aber der Verein lebt und hat seinen Aufgabenkreis im Interesse und in der Liebe zur Musik ständig erweitert.
Ein erstes Engagement des Vereins war die Gründung eines musikalischen Museums, einem Ort, in dem Kinder die ausgestellten Instrumente selbst ausprobieren konnten. Durch die Unterstützung des Vereins, durch Spenden von Musikern, Privatleuten und Firmen kamen viele Instrumente zusammen und am 10. April 1997 öffnete das »Klingende Museum Hamburg« als eigenständige Institution in der Hamburger Musikhalle, der heutigen Laeiszhalle, seine neuen Räume.
Schon bald erkannten Mitglieder und Vorstand, dass die beliebte, denkmalgeschützte Musikhalle dringend eine starke Lobby benötigte – so nannte man sich zukünftig »Verein zur Förderung der Musikhalle e. V.« und unterstützte u. a. die Aufgaben des neuen Geschäftführers, Benedikt Stampa. Bis 1998 war die Musikhalle zwar die einzige repräsentative Konzerthalle Hamburgs, aber sie diente lediglich zur Vermietung an Veranstalter. Ein eigenes Programm gab es nicht. Das wurde nun anders, die m-Konzerte (Musikhallenkonzerte) wurden aus der Taufe gehoben. Zuerst entstand die Reihe »Teatime-Classics« im Brahms-Foyer – ermöglicht durch die Cyril und Jutta A. Palmer Stiftung, die auch die Erneuerung der mangelhaften Oberlichtbeleuchtung im Großen Saal unterstützt hat. Aber Benedikt Stampa verstand es auch, mit einem kleinen Budget interessante Gastspiele nach Hamburg zu holen und in manchen Fällen half der Freundeskreis bei der Finanzierung.
Auch die Gründung der Hamburger Musikfest GmbH im Jahre 1999 geht auf den Vorstand des Vereins zurück. Man hatte sich zum Ziel gesetzt, das Hamburgische Musikleben zu fördern, Mäzene und Sponsoren zu gewinnen und die Durchführung von entsprechenden Veranstaltungen zu unterstützen.
Auch für den baulichen Zustand der Musikhalle setzte sich der Freundeskreis äußerst erfolgreich ein: Die sogenannte Bürgermeisterloge, ein kleiner Raum, der sich seitlich oberhalb der Orchesterbühne befindet, war in einem trostlosen Zustand. Durch die Vorfinanzierung des Freundeskreises mit Hilfe unseres damaligen Vorsitzenden, Henrik Hertz, und die Gewinnung der BMW Niederlassung Hamburg als Sponsor, gelang das Kunststück und die Laeiszhalle hat nun einen feinen, repräsentativen Raum für kleinere Meetings oder Begrüßungen.
Ein weiteres Engagement unseres Vereins, das sehr geteilte Meinungen hervorrief, galt dem Kleinen Saal. Dieser war in den 50ger Jahren nach dem damaligen Stand der Technik – und des Geschmacks – umgestaltet worden. Die englische Besatzungsmacht sendete von hier aus ihr Programm des BBC bevor sie der bekannte Ort für Kammerkonzerte wurde. Kenner der Szene rühmten ihre Akustik, andere Besucher störten sich an der ästhetischen Diskrepanz zwischen dem neobarocken Stil der Laeiszhalle und der Anmutung einer Schul-Aula.
Der Architekt und Musikfreund Volkwin Marg erstellte für den Freundeskreis einen Rekonstruktionsplan und die Suche nach weiteren Mäzenen für die Umsetzung begann. Da hatte man aber »die Rechnung ohne den Wirt« gemacht. Denn dieser Kleine Saal sollte – und wurde – als beispielhafter Konzertsaal der Nachkriegsjahre unter Denkmalschutz gestellt und darüber hinaus waren dem Intendanten die Qualität der Akustik und die Nutzbarkeit der Bestuhlung wichtiger, als ein historisierendes Zitat vergangener Zeiten. Eine berechtigte Haltung, die trotz mancher Enttäuschung doch akzeptiert wurde. Der Kleine Saal wurde schließlich mit Hilfe der Hamburger Sparkasse sowie mit Mitteln der Kulturbehörde denkmalgerecht renoviert.
Der Freundeskreis und die Elbphilharmonie
Seit 2003, als der Entwurf eines neuen Konzerthauses auf dem Kaispeicher A in der HafenCity offiziell vorgestellt worden war, hat der Freundeskreis die Entstehung der Elbphilharmonie mit Begeisterung verfolgt. Hamburg brauchte einen zweiten Konzertsaal, das war uns allen klar! Die Situation in der denkmalgeschützten Laeiszhalle war unhaltbar: Sie war (und ist) jeden Abend ausgebucht, die Orchester konkurrieren um Übungszeiten, es gibt keine zeitgemäßen Umkleidemöglichkeiten für die Musiker, der Ein- und Abbau von Scheinwerfern und Verstärkern bei Pop-Konzerten geht an die Substanz und eine adäquate Betreuung großer, prominenter Gastspiele ist kaum möglich. Und als 2004 der Senat der Freien und Hansestadt Hamburg den Bau der Elbphilharmonie beschlossen hatte und eine gemeinsame Intendanz für beide Häuser geplant war, erschien es aus unserer Sicht nur konsequent, die Elbphilharmonie in die Aktivitäten und das Engagement des Freundeskreises einzubeziehen: Der Freundeskreis hat es sich zum Ziel gesetzt, den gesellschaftlichen Rückhalt der Elbphilharmonie zu stärken und gleichrangig die mehr als hundert Jahre alte und legendäre Laeiszhalle mit ihrer musikalischen Tradition zu pflegen.
2003 entstand außerdem die Idee, neben den Mitgliedern einen Kuratorenkreis aufzubauen, der mit einem größeren finanziellen Einsatz, aber ohne vereinsbedingte Verpflichtungen die Arbeit des Freundeskreises effektiver unterstützen sollte. Das erwies sich als großer Erfolg. Und im Herbst 2004 konnte das erste Kuratoren-Dinner im Hotel Vier Jahreszeiten, welches sich als Co-Sponsor engagierte, mit einem kleinen, aber feinen Gästekreis ausgerichtet werden. Der jeweilige Präses der Kulturbehörde, der Intendant von Elbphilharmonie und Laeiszhalle sowie unser Vorsitzender sind traditionell die Festredner. Das Musikprogramm wird von der Vorsitzenden der Deutschen Stiftung Musikleben, Irene Schulte-Hillen, die unserem Vorstand angehört, dankenswerterweise gestaltet. Inzwischen ist dies zu einer guten Tradition und einer sehr attraktiven Veranstaltung im Hamburger Gesellschaftsleben geworden.
Mit der Rückbenennung der Musikhalle im Jahre 2005 in »Laeiszhalle – Musikhalle Hamburg« wurde an die bemerkenswerte Geschichte des Gebäudes angeknüpft, das 1908 durch die Firma F. Laeisz gebaut wurde, nachdem das Reeder-Ehepaares Carl Heinrich und Sophie Christine Laeisz in ihrem Testament entsprechendes verfügt hatten. Die jetzigen Eigentümer der Reederei F. Laeisz, die Familie Schües und insbesondere der derzeitige Vorsitzende unseres Freundeskreises, Nikolaus W. Schües, haben mit diesem Datum dankenswerter Weise eine neue Verantwortung für die ehrwürdige Halle übernommen.
Die Umbenennung des Vereins im Jahre 2009 in »Freundeskreis Elbphilharmonie + Laeiszhalle e. V.« war dann der nächste Schritt, das Engagement für beide Häuser zu bekräftigen und nach Außen zu tragen.
Musik braucht Freunde!
Zum Wesen unseres Freundeskreises – wie generell von gemeinnützigen Vereinen – gehören die vielen, festen Mitglieder, welche die ideellen Ziele des Vereins nicht nur mit ihren finanziellen Beiträgen, sondern ebenso als persönliche Botschafter unterstützen. Je mehr Mitglieder, desto größer sind die Werbekraft und die Einflussmöglichkeiten auf Öffentlichkeit und Politik. Darüber hinaus bietet der Verein ein Gesellschaftsleben, das ein zusätzlicher Anreiz für eine Mitgliedschaft sein kann. Wir empfinden uns neben der Stiftung Elbphilharmonie als ein wichtiger und unverzichtbarer Ausdruck bürgerlichen Engagements für das Musikleben in Hamburg – und das seit vielen Jahren!
Unseren Mitgliedern bieten wir regelmäßig Veranstaltungen an, um gemeinsam Musik zu erleben und das Zugehörigkeitsgefühl zu Elbphilharmonie und Laeiszhalle zu stärken. So zum Beispiel ein Besuch im Steinway-Haus, Führungen über die Baustelle der Elbphilharmonie oder durch das geheime Innenleben der Laeiszhalle, Lesungen im Brahms-Foyer, Künstlergespräche, Weihnachtsempfänge mit Vertretern des Senats oder auch ein Besuch der restaurierten Orgel von St. Johannis in Lüneburg. Meist mit Konzerten gepaart und immer mit der Möglichkeit zu einem direkten Gespräch mit dem Intendanten oder Vertretern unseres Vorstandes.
Dem Vorstand gehören heute an: Christian Dyckerhoff, Henrik Hertz, Rolf Hunck, Bert E. König, Anke Kuhbier, Magnus Graf Lambsdorff, Nikolaus W. Schües, Irene Schulte-Hillen und Marc Schwieger. Unsere Ehrenmitglieder sind: Manhard Gerber, Professor Dr. Helmut Greve, Professorin Dr. h.c. Hannelore Greve, Nikolaus H. Schües, Nikolaus W. Schües, Dr. Michael Otto, Dr. Jochen Stachow und Jutta Palmer.
Unser Freundeskreis unterstützt mit seinen mehr als 150 Kuratoren und den rund 500 Freunden, manche sind schon seit 1990 dabei, das musikalische Programm der Laeiszhalle und besonders die Elbphilharmonie Konzerte von Christoph Lieben-Seutter. Zusätzlich zu dieser Förderung werden weitere Projekte rund um Elbphilharmonie und Laeiszhalle realisiert, die ansonsten nicht verwirklicht werden könnten, wie beispielsweise die Reinigung der wertvollen Beckerath-Orgel im Großen Saal der Laeiszhalle.
Mit einem jährlichen Beitrag als Freund (Einzelperson: 40 Euro, Paare 50 Euro) erleben Sie Musik in bester Gesellschaft und leisten einen wertvollen Beitrag für die Musik in Hamburg!
Als Mitglied des Freundeskreises erhalten Sie:
- die Elbphilharmonie Card, die Ihnen und einem Gast 10% Ermäßigung bei vielen Konzerten in der Laeiszhalle bietet
- die Saisonvorschau sowie die Monatsprogramme direkt nach Hause
- Newsletter mit Informationen über die Aktivitäten des Freundeskreises und Entwicklung von Elbphilharmonie und Laeiszhalle
- Einladungen zu ausgewählten Mitgliederveranstaltungen.
Als Kurator (Beitrag ab 1000 Euro pro Jahr) schaffen Sie zusätzliche finanzielle Spielräume für Elbphilharmonie und Laeiszhalle und profitieren von den Vorteilen der Freunde und außerdem exklusiven Veranstaltungen in besonderer Runde. Unser Motto: Mehr Musik für Hamburg!
Anke Kuhbier

Geschäftsstelle
Freundeskreis Elbphilharmonie + Laeiszhalle e. V.
Sarah Scarr
Ferdinandstraße 65/67
20095 Hamburg
Telefon: +49 40 3282 5266
Fax: +49 40 3282 5264
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